Avodah Zarah 26

Kapitel 26

א ירקבו מעות וכלי מתכות יוליכם לים המלח ואיזהו עיקור נועל דלת בפניה והיא מתה מאיליה
1 sie verfaulen lassen, und wenn Geld oder Metallgeräte, sie ins Salzmeer werfen. Was heißt lähmen? Man schließe vor ihm die Tür ab, und es verendet von selbst!?
ב אמר אביי שאני התם משום בזיון קדשים ונשחטיה מישחט אתו בהו לידי תקלה
2 Abajje erwiderte. Hierbei ist es anders, wegen Verächtlichmachung des Heiligen. — Man kann es ja schlachten!? — Man könnte dadurch zu einem Verstoße kommen. —
ג ולישויה גיסטרא אמר אביי אמר קרא (דברים יב, ג) ונתצתם את מזבחותם [וגו'] לא תעשון כן לה' אלהיכם
3 Man kann es ja entzwei schneiden!? Abajje erwiderte: Die Schrift sagt: <i>ihr sollt ihre Altäre zertrümmern &amp;c. nicht aber sollt ihr so mit dem Herrn, eurem Gott, verfahren</i>.
ד רבא אמר מפני שנראה כמטיל מום בקדשים נראה מום מעליא הוא ה"מ בזמן שבית המקדש קיים דחזי להקרבה השתא דלא חזי להקרבה לית לן בה
4 Raba erwiderte: Weil dies den Anschein hat, als bringe man heiligen Opfern ein Gebrechen bei. — ‘Den Anschein’, dies ist ja ein wirkliches Gebrechen!? — Dies nur, wenn der Tempel besteht, wo es zur Darbringung geeignet ist, jetzt aber, wo es nicht zur Darbringung geeignet ist, ist nichts dabei. —
ה וליהוי כמטיל מום בבעל מום דאע"ג דלא חזי להקרבה אסור בעל מום נהי דלא חזי לגופיה לדמי חזי לאפוקי הכא דלא לדמי חזי ולא לגופיה חזי
5 Hierbei sollte es doch ebenso sein, als bringe man einem Gebrechenbehafteten ein Gebrechen bei, was ebenfalls verboten ist, obgleich es zur Darbringung nicht geeignet ist!? — Das Gebrechenbehaftete ist zwar selbst ungeeignet, nicht aber sein Verkaufspreis, dieses aber ist weder selbst geeignet noch sein Verkaufspreis.
ו אשכחיה רבי יונה לרבי עילאי דקאי אפיתחא דצור א"ל קתני בהמה תיעקר עבד מאי עבד ישראל לא קא מיבעיא לי כי קא מיבעיא לי עבד עובד כוכבים מאי א"ל מאי קא מיבעיא לך תניא העובדי כוכבים והרועי בהמה דקה לא מעלין ולא מורידין
6 R. Jona traf R. I͑leaj an der Tür von Çor stehen; da sprach er zu ihm: Er lehrt, ein Tier sei zu lähmen; was mache man mit einem Sklaven; von einem jisraélitischen Sklaven ist es mir nicht fraglich, fraglich ist es mir nur, was mit einem nichtjüdischen Sklaven zu machen sei? Dieser erwiderte: Was ist dir da fraglich, es wird ja gelehrt, daß man Nichtjuden und Kleinvieh-Hirten weder heraufziehe noch hinabstoße.
ז א"ל ר' ירמיה לר' זירא קתני לוקחין מהן בהמה עבדים ושפחות עבד ישראל או דלמא אפי' עבד עובד כוכבים א"ל מסתברא עבד ישראל דאי עבד עובד כוכבים למאי מיבעי ליה כי אתא רבין אמר רבי שמעון בן לקיש אפילו עבד עובד כוכבים מפני שמכניסו תחת כנפי השכינה
7 R. Jirmeja sprach zu R. Zera: Er lehrt, daß man von ihnen Vieh, Sklaven und Mägde kaufe; nur jisraélitische Sklaven, oder auch nichtjüdische Sklaven? Dieser erwiderte: Es ist einleuchtend, nur jisraélitische Sklaven, denn was sollte man denn mit nichtjüdischen Sklaven anfangen. Als Rabin kam, sagte er im Namen des R. Šimo͑n b. Laqiš, dies gelte auch von einem nichtjüdischen Sklaven, weil man ihn unter die Fittige der Göttlichkeit bringt.
ח אמר רב אשי אטו בהמה מאי מכניס תחת כנפי השכינה איכא אלא משום מעוטייהו וה"נ דממעטי שרי:
8 R. Aši entgegnete: Ist etwa bei einem Vieh zu erklären: weil man es unter die Fittige der Göttlichkeit bringt? Du mußt also erklären, weil man es ihnen abnimmt, ebenso auch bei diesem, weil man ihn ihnen abnimmt.
ט רבי יעקב זבן סנדלא ר' ירמיה זבן פיתא אמר ליה חד לחבריה יתמא עבד רבך הכי אמר ליה אידך יתמא עבד רבך הכי ותרוייהו מבעה"ב זבון וכל חד וחד סבר חבראי מתגר זבן דאמר רבי אבא בריה דרבי חייא בר אבא לא שנו אלא בלוקח מן התגר דשקלי מיכסא מיניה אבל בלוקח מבעה"ב דלא שקלי מיניה מיכסא מותר
9 Einst kaufte R. Ja͑qob Sandalen und R. Jirmeja kaufte Brot. Darauf sprach der eine zum anderen: Waisenkind, hat auch dein Meister dies getan!? Der andere erwiderte ihm: Waisenkind, hat dein Meister dies getan!? Beide hatten sie von Privatleuten gekauft, und jeder glaubte, der andere hätte von einem Kaufmann gekauft. R. Abba, Sohn des R. Ḥija b. Abba, sagte nämlich, dies gelte nur von dem Falle, wenn man von einem Kaufmann kauft, man ihm also Zoll abnimmt, wenn aber von einem Privatmann, man ihm also keinen Zoll abnimmt, sei es erlaubt.
י א"ר אבא בריה דר' חייא בר אבא אילמלא היה ר' יוחנן הא זימנא באתרא דקא שקלי מיכסא אפי' מבעה"ב הוה אסר אלא אינהו היכי זבון מבעה"ב שאינו קבוע זבון:
10 R. Abba, Sohn des R. Ḥija b. Abba, sagte: Wenn R. Joḥanan einmal in einer Ortschaft wäre, wo sie auch von Privatleuten Zoll nehmen, würde er es verboten haben. — Wieso kauften demnach jene!? — Sie kauften von einem nichtansässigen Privatmann.
יא <big><strong>מתני׳</strong></big> אלו דברים אסורים למכור לעובד כוכבים אצטרובלין ובנות שוח ופטוטרות ולבונה ותרנגול הלבן רבי יהודה אומר מותר למכור לו תרנגול לבן בין התרנגולין ובזמן שהוא בפני עצמו קוטע את אצבעו ומוכרו לו לפי שאין מקריבים חסר לעבודת כוכבים
11 <b>F</b><small>OLGENDE</small> D<small>INGE DÜRFEN EINEM</small> N<small>ICHTJUDEN NICHT VERKAUFT WERDEN:</small> I<small>STRUBLIN</small>, Š<small>UAḤ-</small>F<small>RÜCHTE UND IHRE</small> S<small>TENGEL</small>, W<small>EIHRAUCH UND EIN WEISSER</small> H<small>AHN.</small> R. J<small>EHUDA SAGT, MIT ANDEREN</small> H<small>ÜHNERN ZUSAMMEN DÜRFE MAN IHM AUCH EINEN WEISSEN</small> H<small>AHN VERKAUFEN</small>; <small>HAT MAN NUR EINEN SOLCHEN, SO HAUE MAN IHM DEN</small> S<small>PORN AB UND VERKAUFE IHN IHM, DENN SIE BRINGEN KEINEN VERSTÜMMELTEN DEN</small> G<small>ÖTZEN DAR</small>.
יב ושאר כל הדברים סתמן מותר ופירושן אסור ר"מ אומר אף דקל טב וחצב (ונקלב) אסור למכור לעובדי כוכבים:
12 B<small>EI</small> ALLEN ANDEREN D<small>INGEN IST ES ALLGEMEIN</small><small>ERLAUBT UND BEZEICHNET VERBOTEN.</small> R. M<small>EÍR SAGT, AUCH EINE GUTE</small> D<small>ATTELPALME</small>, Ḥ<small>AÇAB UND EINE</small> N<small>IKOLAUSPALME DÜRFE MAN EINEM</small> N<small>ICHTJUDEN NICHT VERKAUFEN</small>.